Freitag, 16. April 2010

Anklam (OVP): Stadtrundgang - Vorschau

Demnächst gibt es einen ausführlichen Rundgang durch die pommersche Hansestadt Anklam, neben Wolgast das Tor zur Insel Usedom.


Hier ein kleiner "Teaser" als Vorschau:


Backsteingotisches Steintor in Anklam
Anklam Steintor
Marienkirche von Anklam
Anklam Marienkirche
Gaststätte Döbers und gotisches Giebelhaus an der Marienkirche
Anklam Gaststätte Döbers und gotisches Giebelhaus an der Marienkirche

Sonntag, 11. April 2010

Neubrandenburg (NB): Frühling am Tollensesee & in der Stadt

Nach langer (u.a. technisch bedingter) Blog-Abstinenz geht es hier nun richtig los.
Und zwar mit ersten frühlingshaften Impressionen rund um den Tollensesee.
Die Fotos stammen allesamt vom 26.3.2010.
Bilder wie gewohnt anklicken, um das Vollbild aufzurufen!
Am Nordufer des Tollensesee in Neubrandenburg, nahe Strandbad Broda:
Ein revitalisierendes Wochenende an der Oberbachbrücke.
Tollensesee Oberbachbrücke Neubrandenburg
Das Eis auf dem 33m tiefen See hielt sich wacker bis zum bitteren / warmen Ende.
Tollensesee Neubrandenburg
Diese Stadt hat einfach alles.
Freiheitsstatue von Neubrandenburg auf einem Bootskran, dahinter unsere Walhalla, das Belvedere.

Tollensesee Belvedere Schiffskran - Strand am Bandehaus Neubrandenburg
Man hört die ersten Knospen förmlich aufspringen. Wann summen die Bienen wieder?
Tollensesee Werder - Neubrandenburg
Fahrgastschiff Rethra für den Tollensesee, ein Neubrandenburger Original.
Dahinter der Aussichtsturm Behmshöhe, genauso original. Bilder vom Turm hier.

Fahrgastschiff Tollensesee Neubrandenburg
Mit einem Kumpel habe ich mich schon mal auf den Drahtesel geschwungen - dann sind wir lockerflockig das erste Mal dieses Jahr die 40km Radweg um den Tollensesee Probe gefahren.
Auf der Hälfte des Weges erreichen wir Nonnenhof, ein Naturschutzgebiet mit Fähranleger. Neubrandenburg ist am Horizont kaum noch auszumachen, so lang ist der eiszeitlich geformte See.
Nonnenhof Fähranleger Steg Tollensesee
Im Stadtgebiet wieder angekommen durchqueren wir die urbane Oase namens Kulturpark.
Nach der großen Schneeschmelze haben sich hier geradezu gigantische Binnenmeere gebildet.
Kulturpark Neubrandenburg
Bei kletterndem Quecksilber verlagert sich das Neubrandenburger Stadtleben zunehmend auf die Straße. Wir blicken auf das backsteingotische Stargarder Tor (Stadtseite Stargarder Straße), zur Linken ist das Neubrandenburger Fritz-Reuter-Haus mit dem Café Fuhrmann (Café im Reuterhaus) auszumachen.
Stargarder Tor und Reuter-Haus Neubrandenburg
Stargarder Tor von der repräsentativen Feldseite aus - dahinter die Marienkirche (von der Stadt bis 2001 zur Konzertkirche umgebaut).
Noch erheben sich diese Meisterwerke der Backsteingotik über blattlosem Gebäum, das ändert sich jedoch nun binnen Tagen.
Stargarder Tor Marienkirche Neubrandenburg

Freitag, 4. September 2009

Neubrandenburg (NB): Baustellen-Update


Ein weiteres zentrales Element dieses Blogs: Baustellen-Updates. Rundgänge durch Orte, Fotoserien zu aktuellen Projekten, Sanierungen, Neubauten, Abrissen, Umgestaltungen usw.


Wir fangen mit einem aktuellen Rundgang zu den Neubrandenburger Baustellen an :)

Alle folgenden Fotos stammen von mir und wurden am 26.8.2009 geschossen.


NEUBRANDENBURG (NB): Baustellen-Update August 2009

HINWEIS: Kleine Vorschaubilder (Thumbnails) anklicken für volle Auflösung!
Blau hinterlegte Links anklicken für zusätzliche Informationen.


Eine der letzten großen Sanierungslücken der Neubrandenburger Innenstadt wird endlich geschlossen: Das Karree aus Krämerstraße (auf dem Luftbild links), Darrenstraße (vorne), Beguinenstraße (auf dem begrünten Innenhof) und Dümperstraße (hinter dem roten Eckbau). Die Sicht vom Turm d. Haus der Kultur und Bildung (unter Einheimischen als "Kulturfinger" bekannt zeigt das Ende August fast vollständig sanierte Karree aus der Vogelperspektive.
Dies zur Übersicht, später noch mehr Aufnahmen von oben.
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Bei der Sanierung hat man viel Sorgfalt walten lassen, wie bei den meisten anderen Sanierungen von DDR-Nachkriegsbauten im Zentrum auch. Der Baustil, den wir hier sehen (vorallem auf dem folgenden 2. Bild zu erkennen), schimpft sich Sozialistischer Klassizismus (auch als "Stalinismus" bezeichnet). Dieser Stil bescherte den ostdeutschen Städten in den frühen Jahren des DDR-Aufbaus zwar keine maßstäblichen Bauten, aber dennoch passten sich die historisierenden Neubauten meist recht gut in die Altstädte ein und wurden z.T. mit Ornamenten und anderen klassischen Stilelementen (Arkaden, Erker, Dachgauben, Giebel usw.) versehen.
Zudem schufen sie dringend benötigten Wohnraum. Der stalinistische Baustil währte noch etwas über den Tod Josef Stalins (1953) hinaus, etwa bis 1960. Danach baute man überwiegend modernistisch, später kam die "effiziente" Plattenbautechnik hinzu. Doch dazu später in einem gesonderten Spezialbeitrag mehr.

Krämerstraße - roter Eckbau zur Dümperstraße [1], Straßenfront in unterschiedlich abgesetzten Farben, mit rustifiziertem Erdgeschoss (eine Erfindung der Sanierung, das gab es vorher nicht - genauso wie die Profilkante. Auf jeden Fall zu begrüßen, die Bauten gewinnen dadurch enorm!) [2]
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Darrenstraße - hier wurden teilweise auch die Reliefs über den Türen wiederhergestellt
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Beguinenstraße - ehemals dicht umbaute Gasse mitten in der Altstadt, befinden wir uns hier jetzt auf dem Hinterhof des sanierten Karrees. Die sozialistischen Neubauten hielten die früheren Grundstücksgrenzen und Straßenfluchten leider oft nicht ein. Immerhin hat man hier bei der Sanierung die alten Balkone saniert, statt sie zu ersetzen. Es sind aber auch neue hinzugekommen, wo zuvor keine waren.
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Beguinenstraße - der letzte Block des Sanierungsgebiets hinter dem Marktplatz-Center putzt sich raus. [1], Blick auf die Polizeidirektion [2]
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Darrenstraße - Auf dieser Straßenseite werden noch Wärmedämmplatten angebracht. Normalerweise für Altbauten nicht erfreulich, kann man sich hier angesichts der guten Sanierungsresultate wohl damit arrangieren. Der hintere Teil zum Marktplatz-Center ist nahezu fertiggestellt.
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Nun besteigen wir den bereits erwähnten HKB-Turm (Kulturfinger)
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Der Aufstieg (bzw. die Auffahrt mit dem Fahrstuhl) ist kostenlos.
Oben angelangt, fällt der Blick auf den neu gestalteten Marktplatz von Neubrandenburg.
Leider ist das Resultat ein höchstens bescheidener Anblick, hier wurden die Potentiale, etwas Nachhaltiges und für die Bürger Ansprechendes zu schaffen auf absehbare Zeit verspielt. Aber seht selbst.

Unmaßstäbliches Marktplatz-Center (ECE-Kette, was sonst) mit der neuen Platzgestaltung davor
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In Entstehung befindliche Platzgestaltung vor dem HKB (Haus der Kultur und Bildung) [1],
Zoom an die Fontänenanlage vor dem HKB [2] - hier muss eigentlich das Alte Rathaus rekonstruiert werden, zumindest dessen Umrisse hätten in die Anlage mit einfließen müssen. Geschichstbewusstsein oder Ortskenntnis bei den Dresdner Architekten (s. Dresdner Postplatz)? Nada.
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Marktplatz - im Hintergrund der Tollensesee. Im Vordergrund eine der DDR-Bausünden im Zentrum, das grobschlächtige Radisson SAS Hotel [1], Zoom an einen Aufgang von der Tiefgarage, natürlich alles Beton und Glas, oh weh [2]
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Erneuter Blick auf das Radisson, mit Werbung für den See. Leider kriegt die kaum ein Besucher zu sehen, die wenigsten trauen sich bis auf den geschundenen Marktplatz (und wandern lieber am Wall oder an der Mauer entlang) [1], Es entstand eine neue Bausünde: Betonluftschacht, der wie ein Pilz aus der völlig überflüssigen Tiefgarage (Auslastung: 15%) sprießt. Tolle Wurst! [2]
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Zoom auf das Betonunglück [1], davor unförmige modernistische Leuchtstelen und klotzige Sitzgelegenheiten.. Sehr einladend![²]
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Blick am Marktplatz-Ungetüm vorbei die Stargarder Straße entlang (Stargarder Tor im Hintergrund, rechts die Marienkirche / Konzertkirche) [1], Blick auf den Parkplatz hinter dem HKB mit der Tiefgarageneinfahrt rechts hinter den Bäumen (im Hintergrund: Polizeidirektion und Fangelturm) [2]
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Wenden wir uns erfreulicherem zu: Die Stargarder Straße selbst hat einen hochwertigen neuen Belag erhalten, endlich fußgängerfreundlichere Bordsteine und qualitativ brauchbare Granitplatten auf dem Fußweg. Allerdings hätte man gleich konsequent alles neu pflastern müssen auf dieser Seite.
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Und zum Abschluss ein Blick auf die neu eingedeckte evangelische Kirche St. Johannis. Das Dach sieht aus wie neu, ob das wirklich positiv ist, sei mal dahingestellt.. Die schöne Patina ging durch die Dachsanierung verloren, aber das ist in Deutschland ja leider oft gewollt.
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Sonntag, 30. August 2009

MV-BILD DER WOCHE


Nun, schreiten wir voran: Dieser Eintrag dient der Ankündigung eines wichtigen Elementes in diesem Blog.

Ab sofort gibt es hier ein wöchentlich wechselndes Bild von Mecklenburg-Vorpommern.
Es ist rechts in der Seitenleiste zu finden - mit einem Klick auf das Bild wird es in größerer Auflösung angezeigt.
Zudem wird in einem gesonderten Beitrag mit einem Link auf das jeweils aktuelle Bild der Woche verwiesen (jeweils am Ende eines Beitrags).

Zunächst werden dafür Bilder aus dem eigenen Fundus verwendet. Gerne könnt ihr aber auch eigene Aufnahmen (oder Links dazu) schicken! Einfach per Kommentar den Link dazu mitteilen oder eine Mail an: bauerbe-mv@web.de


Recht herzlichen Dank und viel Freude mit den wöchentlich wechselnden Bildern :)


Zum Anfang gibt es einen wunderschönen Ort auf der Sonneninsel Deutschlands zu bestaunen, das Ostseebad Bansin auf Usedom (OVP). Es schließt als 3. Kaiserbad an Ahlbeck und Heringsdorf an.

Ab Montag, den 31.8.2009, wird das Bild auf der rechten Seite (Sidebar) angezeigt.


** Link zum aktuellen MV-Bild: Bansin (Usedom, OVP)

Dienstag, 18. August 2009

Herzlich Willkommen!


Ahoi & Moin Moin!

Willkommen beim Bauerbe MV Blog.

Hier, und zwar genau hier, wird es jede Woche Neues zum architektonischen & kulturellen Erbe in Mecklenburg-Vorpommern geben. Klingt spannend? Ist es auch!
In Form von Fotos, Informationen, Plänen usw. werden hier aktuelle Baustellen, Sanierungen und Abrisse dokumentiert. Außerdem wird es hier Fototouren durch die schönsten Ecken von MV geben, bzw. Verweise zu solchen. Desweiteren im Programm: Meldungen aus Kultur, Politik & Wirtschaft, Veranstaltungshinweise, Vorstellung touristischer Glanzlichter, Spiel, Spaß & Spannung.

Also: Seid gespannt und hollt de Ohrn stuif! ;)